Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschendieb, m.

menschendieb, m.
1)
der menschen stiehlt, sklavenmacher: menschendieb, plagiarius Maaler 288ᵇ; den hurern, den knabenschendern, den menschendieben zv(ἀνδραποδισταῖς), den lügenern, den meineidigen. 1 Tim. 1, 10, variante menschdieben.
2)
name der pflanze daphne laureola, des seidelbasts, von stark treibender eigenschaft: ab disem gewächs (seidelbast) solten uns die namen erschrecken, das man sein nit bald brauchte, als nemlich rapiens vitam, faciens viduas, mörder und menschendieb. Bock kräuterb. (1551) 361ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2043, Z. 42.

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Zitationshilfe
„menschendieb“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschendieb>, abgerufen am 17.10.2021.

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