Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenfleisch, n.

menschenfleisch, n.
fleisch von menschen; als nahrung: wenne der wolf menschenflaisch versuocht, sô gelust in sein mêr, wann menschenflaisch ist zimleicher und süeʒer ze eʒʒend wan kain ander flaisch. Megenberg 148, 2; die ungöttlichen opferer, und unbarmherzige mörder jrer söne, die da menschenfleisch fraszen, und grewlich blut soffen. weish. Sal. 12, 6;
doch ein gericht, o herr (spricht ein neger), fehlt dir, dein mahl zu krönen;
kein andres kommt ihm gleich an wohlgeschmack, die sehnen
stärkt es; o zürne nicht! ich meine menschenfleisch!
Freiligrath dicht. 1, 100;
auch in leichtfertiger bedeutung:
auch thät ich bei der schätze flor
viel gluth und reichthum schwärmen;
doch menschenfleisch geht allem vor,
um sich daran zu wärmen.
Göthe 2, 197.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2045, Z. 16.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
meieran messerzucken
Zitationshilfe
„menschenfleisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenfleisch>, abgerufen am 27.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)