Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenfund, m.

menschenfund, m.
ersonnenes, kniff von menschen (vergl. fund 3, c, th. 4¹, 531): wo menschenfünde aufgehen. Luther 3, 262ᵇ; so ist jhe das gewis, das einerlei gestalt des sacraments ein lauter menschenfund, und gar nichts mit gottes wort bestettiget. 5, 122ᵃ. dim. menschenfündlein: das die messe, und zu gottes tisch gehen, ein ordnung sei, von Christo selbs eingesetzt, welche zur zeit Christi, und hernach der aposteln und jrer jünger, aufs einfeltigst und christlichst on allen zusatz gehalten ist, hernach aber mit so viel menschenfündlin gemehret, das allein der name von der messe und communion auf unser zeit komen ist, und sonst nichts. 3, 269ᵇ; sie (die winkelmessen) sind auch ein menschenfündlin, one gottes wort aufkomen. 5, 122ᵇ; es ist (der canon) auch ein menschenfündlin, das man in gottes sachen nicht leiden kan, und ist dazu fehrlich und ergerlich. 123ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2047, Z. 64.

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Zitationshilfe
„menschenfund“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenfund>, abgerufen am 27.10.2021.

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