Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschengedenken, n.

menschengedenken, n.
wie menschendenken 1, vergl. auch menschengedächtnis; in den formeln bei, seit menschengedenken: bei menschengedenken, post hominum memoriam. Frisch 1, 659ᵃ; weil bei menschengedenken gröszere kält nit gewesen. Zinkgref apophth. 1, 164; bei menschengedenken hat man wenigstens kein exempel, dasz in einer adlichen haushaltung etwas beträchtliches erübrigt worden. Möser phant. 1, 4; bei menschengedenken war niemand dort so allgemein betrauert gestorben. Niebuhr kl. schr. 1, 78; einen solchen mai wie den diesjährigen (von 1794) hat die natur bei menschengedenken nicht — angefangen. J. Paul Qu. Fixlein 189; eine alte sage, von wundern und zaubereien, schreckt seit menschengedenken die schiffer ab, sich ihr (der insel) zu nähern. Gotter 3, 560; kaum einen hof und kein gröszeres dorf gab es, aus welchem nicht seit menschengedenken einzelne die pilgerreise gemacht hatten. Freytag ahnen 3, 179.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2048, Z. 70.

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Zitationshilfe
„menschengedenken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschengedenken>, abgerufen am 17.10.2021.

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