Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschengeist, m.

menschengeist, m.:
hält nicht des ewigen majestät auch den erhabensten menschengeist, den je ein körper umgab, in heiliger nacht zurück? Schiller hist.-krit. ausg. 1, 65; grad als wenn die quell leben und menschengeist gehabt, hat sie ordentlich drüber getrauert. Fr. Müller 1, 265; erhabene paradiese liegen um mich ungesehen, wie um den eingemauerten menschengeist, zwischen dem und dessen höherem mutterland der dunkle menschenkörper innen steht. J. Paul uns. loge 1, xxv; ist die welt nicht grosz und mancherlei in ihr, was blos des menschengeistes harrt, um in ihm lebendig zu werden? Bettine briefe 2, 30; sie fühlte eine ehrfurcht, bei welcher schrecken war, vor einem menschengeist, der so hoch und sicher über der erde schwebte. Freytag handschr. 1, 222;
so im kleinen ewig wie im groszen
wirkt natur, wirkt menschengeist, und beide
sind ein abglanz jenes urlichts droben,
das unsichtbar alle welt erleuchtet.
Göthe 11, 261.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2049, Z. 60.

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Zitationshilfe
„menschengeist“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschengeist>, abgerufen am 25.10.2021.

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