Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschengeschöpf, n.

menschengeschöpf, n.:
dem, der sich mit den wellen herumarbeitet, ists wohl der schlimmste herzensstos, wenn der willige am ufer nicht kräfte genug hat, alle zu retten, die der sturm gegen seine küste treibt, wenn der, dem ein menschengeschöpf die reichste beute des strandrechts wäre, mit wenigen sich begnügen und die andern untergehn sehen musz. Göthe bei Schöll 166; im einfachsten zustande lebte das menschengeschöpf freundlich und gesellig mit diesen thieren. Herder zur phil. 5, 139;
freund, verläugne du auch denn nicht
dein geschlecht. du entfliehst; aber dir selber nie.
hier am Rhein und am Ganges bist
du ein menschengeschöpf, enkel des Adam du.
Herder z. litt. 12, 156.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2050, Z. 62.

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Zitationshilfe
„menschengeschöpf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschengesch%C3%B6pf>, abgerufen am 17.10.2021.

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