Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenhaut, f.

menschenhaut, f.
haut von menschen: cutis menschenhud Dief. 165ᵇ; menschenhut nov. gloss. 125ᵇ; menschenhaut, exuviae humanae Stieler 803; wenn man versucht, menschenhäute lohgar zu machen. Jacobsson 3, 52ᵇ; in redensarten: (ein grausamer räuber) war, wie man zu sagen pflegt, nur mit menschenhaut überzogen. mit teuflischer freude weidete er sich an den qualen seiner opfer. Niederhöffler Mecklenburgs volkssagen 3, 78; sie haben nemlich öfters wahrgenommen, dasz eines vornehmen herrns sein frau gemahlin, nahmens Susanna, in ihren garten spatzire, welche vom angesicht und leibsgestalt überausz schön war, wessenthalben .. denen alten stockfischen, dieser mit so schöner menschenhaut verdeckte angl, so wol gefallen, dasz sie allen fleisz angewendet, dieses wildprät in das netz zu jagen. Abr. a S. Clara Judas 1, 246;
trägt der diener menschenhaut, trägt der herr ein menschenhemde:
herren ist das fehlen auch, wie den dienern, selten fremde.
Logau 2, 242, 196.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2054, Z. 28.

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Zitationshilfe
„menschenhaut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenhaut>, abgerufen am 17.10.2021.

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