Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenherde, f.

menschenherde, f.
menschen unter dem bilde einer herde: ich wil sie mehren, wie eine menschenherd, wie eine heilige herd, wie eine herd zu Jerusalem, auf jren festen, so sollen die verheereten stedte, vol menschenherd werden. Hes. 36, 37. 38; welch eine andre scene begann nun auf der erde! die himmlischen und unterirdischen waren im feindlichen kampf mit einander um die glücklich-unglückliche menschenheerde. Herder z. litt. 6, 243;
der genius,
der einst der menschenherde
das höchste gut verleiht.
Thümmel 3, 33;
auch mit verächtlichem beisinne: dieser unselige glaube (an erhabene tugendhelden) ist es, welcher die forderungen der nie zu befriedigenden menschenheerde über alle gebühr hinaus reizt. Klinger 7, 86.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2054, Z. 62.

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Zitationshilfe
„menschenherde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenherde>, abgerufen am 25.10.2021.

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