Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenkenner, m.

menschenkenner, m.
kenner der menschen, ihrer menschlichen eigenschaften: der stille durchdringende blick eines vollendeten menschenkenners, der jedes auge verscheuchte, worauf er traf. Schiller hist.-krit. ausg. 4, 207; etliche briefe an freundinnen, die unter ihrem (der Theano) namen gehen, und einige einzelne züge, die uns von verschiedenen alten schriftstellern aufbehalten worden, sind alles was den menschenkenner in den stand setzen kann, sich einige vorstellung von ihrem geist und karakter zu machen. Wieland 24, 275; habe für unverhältnismäszige ausbildung die nachsicht des menschenkenners. J. Paul uns. loge 1, xxv;
doch dieser grosze menschenkenner sinke
vor scham dahin, dasz seine graue weisheit
der scharfsinn eines jünglings überlistet.
Schiller don Carlos 5, 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2056, Z. 23.

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Zitationshilfe
„menschenkenner“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenkenner>, abgerufen am 17.10.2021.

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