Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenkunst, f.

menschenkunst, f.
kunst der menschen; gern gegenüber der göttlichen kunst oder hilfe: das sage ich eben auch, dasz sichs nicht reimet nach der vernunft, und in deinem kopf und menschenkunst, es mus sich aber reimen im glauben und nach gottes wort. Luther 6, 67ᵇ;
es ist fürwahr nicht menschenkunst,
auf sichern wegen gehn;
führt uns nicht gott und gottes gunst,
würds oftmals seltsam stehn.
P. Gerhard 248, 9;
wo menschenkunst
nicht zureicht, hat der himmel oft gerathen.
Schiller braut von Messina v. 2094;
auch im plur.: hier helfen keine menschenkünste mehr.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2059, Z. 11.

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Zitationshilfe
„menschenkunst“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenkunst>, abgerufen am 22.01.2022.

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