Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenleer, adj.

menschenleer, adj.
leer an menschen, von menschen entblöszt: sie ritten den tag menschenleere und öde höhen entlang. Freytag ahnen 3, 285;
nun dieses land durch langes kriegen
bleibt menschenleer und wüste liegen.
Logau 1, 142, 12;
ihr (Dido) däucht, sie wandle hin auf menschenleerer flur,
sie ganz allein auf einem langen pfade.
Schiller hist.-krit. ausg. 6, 408;
o see! (da) schwebt mein gesang in jene zeit,
als menschenleere wüsten dich umfingen.
Matthisson ged. (1794) 10;
der wind durchsaust
die menschenleeren gassen.
Platen 1;
bezüglich eines mangelnden gefühls für menschen: vor dem stolzen göttersohne, den sein unglaube und seine einsame menschenleere brust an einen ewigen unverrückten schmerz anschmieden. J. Paul Titan 1, 14.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2060, Z. 7.

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Zitationshilfe
„menschenleer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenleer>, abgerufen am 16.10.2021.

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