Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenlehre, f.

menschenlehre, f.
1)
lehre von menschen erdacht; der göttlichen lehre entgegengestellt: sehet zu, das euch niemand beraube durch die philosophia und lose verfürung, nach der menschenlere, und nach der welt satzungen, und nicht nach Christo. Col. 2, 8; und zwar jr selbs könds nicht leugnen, das also in der schrift stehet, wie wir leren, on das nicht also stehet, in ewren decreten und menschenleren. Luther 3, 423ᵇ; wie Christus Matth. 15. spricht, vergeblich dienen sie mir mit menschenlehren. 6, 87ᵇ.
2)
lehre vom menschen und seiner beschaffenheit, anthropologie. Campe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2060, Z. 24.

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Zitationshilfe
„menschenlehre“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenlehre>, abgerufen am 27.10.2021.

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