Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenliebe, f.

menschenliebe, f.
liebe die menschen gegen ihre mitmenschen haben, philanthropia Steinbach 1, 1050: ihr herz war ein gieszendes fruchthorn gegen alle menschen, aber nicht aus menschenliebe, sondern aus strenger andacht. J. Paul Qu. Fixl. 85; wir haben billigkeit, groszmuth, menschenliebe, gnade und erbarmung genug im einzelnen, blosz weil wir im allgemeinen keine gerechtigkeit haben. Seume spazierg. 1, 44;
den falschen eigennutz unordentlicher triebe
verbannt aus seiner brust die treue menschenliebe.
Hagedorn 1, 15;
Lucinde wünscht, dasz es (ihr misgeschick) verschwiegen bliebe!
ich wünsch es selbst aus menschenliebe.
Gellert 1, 153;
bei Rückert auch von den blumen:
dasz uns den tod die menschenliebe bringt.
ges. ged. 1, 127.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2060, Z. 57.

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Zitationshilfe
„menschenliebe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenliebe>, abgerufen am 04.12.2021.

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