Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenmaler, m.

menschenmaler, m.
der menschen malt: die ökonomie desselben (trauerspiels) machte es nothwendig, dasz mancher charakter auftreten muszte, der das feinere gefühl der tugend beleidigt und die zärtlichkeit unserer sitten empört. jeder menschenmaler ist in diese nothwendigkeit gesetzt, wenn er anders eine copie der wirklichen welt und keine idealischen affectationen, keine compendienmenschen will geliefert haben. Schiller räuber, vorrede; mir, der ich doch auf dem wege war, mich zum menschenmahler zu qualificiren. Göthe 48, 141;
wenn der menschenmaler seinen pinsel
in der schwermuth schwarze farben taucht.
Seume ged. 64.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2061, Z. 58.

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Zitationshilfe
„menschenmaler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenmaler>, abgerufen am 17.10.2021.

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