Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenopfer, n.

menschenopfer, n.
victima humana Stieler 1393; die opferung von menschen: durch einen seltsamen ahnungsvollen aberglauben, der die vögel als boten gelten läszt, durch menschenopfer städte zu festigen denkt. Göthe 46, 326;
da ward ein angriff und ein widerstand,
wie ihn kein glücklich auge noch gesehn.
zerrissen endlich führt sein volk der könig
vom kampfplatz heim, und nicht éin fuszbreit erde
gewann es ihm, das grause menschenopfer.
Schiller Piccolomini 2, 7;
und der als solches bestimmte mensch selbst:
denn in den kriegen werden vergötzten
herrschern menschenopfer gebracht.
Klopstock 2, 128;
opfer fallen hier,
weder lamm noch stier,
aber menschenopfer unerhört.
Göthe 1, 244;
vielleicht vermagst dereinst du
mich zu retten, den die schnöden magier
ausersehn zum menschenopfer.
Platen 340.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2063, Z. 18.

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Zitationshilfe
„menschenopfer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenopfer>, abgerufen am 07.12.2021.

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