Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

menschenscheu, adj.

menschenscheu, adj.
scheu vor menschen: der, welcher menschen flieht, weil er kein wohlgefallen an ihnen finden kann, ob er zwar allen wohl will, würde menschenscheu genannt werden können. Kant 5, 287; der vögel, der fische ganzes menschenscheues heer. Schiller Fiesko 2, 8; man hatte mir gesagt, er sei ganz menschenscheu und lasse sich mit niemand in ein gespräch ein. Bettine briefe 2, 193; der eine war unmäszig im essen und trinken, der andere war zornmuthig oder menschenscheu und ungastlich, wieder ein andrer liebte schlechte gesellschaft. Eichendorff Lucanor 32;
seit dem man ihm erzählet,
dasz dieser falk noch nie den raub verfehlet,
dasz er so scharf vom aug und klauen sei,
sonst lustig, zahm, nicht falsch, nicht menschenscheu.
Hagedorn 2, 175;
als substantive bezeichnung eines solchen: kein wilder menschenscheu und absonderling soll man sein, dann der mensch ist eine gesellige creatur. Simpl. 1 (1713) s. 43 (1, 82 Keller).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2066, Z. 1.

menschenscheu, f.

menschenscheu, f.:
aus menschenscheu gesellschaft meiden.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2066, Z. 19.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
meieran messerzucken
Zitationshilfe
„menschenscheu“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenscheu>, abgerufen am 19.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)