Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenthum, m.

menschenthum, m.
1)
die menschen als ganzes genommen:
würdig bistu, dasz dein ruhm
bleibt, weil bleibt das menschenthum.
Logau 1, 182, 69;
wer solche Zirzen fängt, der mus auch redlich büszen,
wenn ihre kunst ihn aus dem menschenthum vertreibt.
Wiedemann april 1, s. 26;
wer in dem menschenthum nach hohen ehren steht.
mai 59;
da sich die sündenfluth im menschenthum so häufte.
december 81;
das menschenthum läuft wunderlich durcheinander. Tieck 15, 337.
2)
das menschsein, nach der höhe seiner sittlichen und geistigen eigenschaften (vergl. dazu mensch 8, d und e, sp. 2026 fg.): die freimaurerei, welche keine nationalität, sondern nur menschenthum kennt, stand in höchster blüthe. Du Bois-Reymond über das nationalgefühl s. 15;
und alles für macht und ruhm!
und alles wider die freiheit, das freie menschenthum!
Freiligrath dicht. 4, 37.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2070, Z. 57.

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Zitationshilfe
„menschenthum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenthum>, abgerufen am 25.10.2021.

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