Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenvernunft, f.

menschenvernunft, f.
dem menschen eigene vernunft: ob sie gleich den inhalt der menschlichen sprache fassen, so hat noch kein affe, da er doch immer gestikuliret, sich ein vermögen erworben, mit seinem herrn pantomimisch zu sprechen, und durch geberdungen menschlich zu discouriren. also musz es schlechthin an etwas anderm liegen, das dem traurigen zur menschenvernunft die thür schlosz. Herder z. phil. 4, 134; verdient ein solcher mensch .. da glauben, wo er als zeuge gegen menschenvernunft und ewige naturordnung auftritt? Schiller hist.-kr. ausg. 4, 250; die überwundenen wurden zur schande der menschenvernunft und der religion als dinge behandelt. Seume mein sommer 11; der verfasser spricht frohe hoffnungen in trüber gegenwart aus, und findet sie begründet im wesen der menschenvernunft. allg. litt. zeitung 1847 s. 567.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2072, Z. 36.

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Zitationshilfe
„menschenvernunft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenvernunft>, abgerufen am 24.01.2022.

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