Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenwürde, f.

menschenwürde, f.
sittliche und geistige würde des menschen: er hatte die behauptung seiner menschenwürde dem leben vorgezogen. Schlosser weltgesch. 4, 378;
o seht! es ward manch harter krieg
gekämpft für menschenwürde:
schwer ward dem laster mancher sieg,
und leicht der tugend bürde.
Blumauer 1, 243;
ich höre, sire, wie klein,
wie niedrig sie von menschenwürde denken,
selbst in des freien mannes sprache nur
den kunstgriff eines schmeichlers sehen.
Schiller don Carlos 3, 10;
wer in seinem herzen menschenwürde,
allgemeine menschenliebe trägt.
Seume ged. 32;
dasz in jeglicher kunst, welche zu menschenwürd
aufschwingt, deutsches verdienst leuchtete.
Voss 3, 21.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2075, Z. 72.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
meieran messerzucken
Zitationshilfe
„menschenwürde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenw%C3%BCrde>, abgerufen am 27.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)