Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschwerdung, f.

menschwerdung, f.
das werden, entstehen eines menschen: und wie derselbige (Avicenna) und dieselbigen (mithelfer) nicht mit weniger arbeit sich geübt haben wol zu ergründen die menschwerdung. Paracels. (1589) 1, 330; ankunft Christi als mensch: einmenschung, menschwerdung, incarnatio, carnis assumtio. Stieler 1240: Nestorius, Eutychetes und andere dergleichen, die haben dem apostel und evangelisten Johanni zu dieser materien, von der einfleischung und menschwerdung des sohnes gottes zu schreiben, ursache gegeben. Mathesius Johannes (1589) 4ᵃ; seither der menschwerdung unsers seligmachers. Aimon bog. d; menschwerdung und geburt Christi. Frey gartenges. 91; das 1637ste jahr nach gottes mänschwerdung. Rompler 101; betrachte die wolthaten, die dir dein erlöser und seligmacher durch seine menschwerdung, leiden, sterben, auferstehung und himmelfahrt erworben hat. Schuppius 207; in der menschwerdung des ewigen worts. Göthe 19, 320. in freierem sinne, wie verkörperung, bei J. Paul: dem menschen ist eigentlich der lehrer schon die lehre; er glaubt gläubigen; in einem zweiten wesen sucht er die menschwerdung seiner gedanken und gefühle, besonders seiner religiösen. dämmerungen 143.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2090, Z. 1.

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Zitationshilfe
„menschwerdung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschwerdung>, abgerufen am 08.12.2021.

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