Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

merkbar, adj. und adv.

merkbar, adj. und adv.
was gemerkt, beobachtet werden kann, vergl. bemerkbar: er behandelte ihn mit merkbarer kälte; im befinden des kranken ist eine merkbare besserung eingetreten; sich dem gehöre merkbar machen. Adelung; nur die begierde, sich von andern auszuzeichnen, sich durch etwas eigenthümliches merkbar zu machen, ist eine allgemeine menschliche schwachheit. Lessing 7, 415; es scheint, er will uns merkbar machen, dasz ihn nichts gröszer machen kann, als er sich denkt und fühlt. Klinger 5, 176; das gefühl, das einst mein dasein so wichtig, merkbar, wunderbar, elend und glücklich machte. 7, 209; Plato, als er die gebrechen der staaten seines zeitalters merkbar machen wollte. 8, 148; was die bergwerke betraf, so war ja in ihren tiefen weder winter noch sommer merkbar. Göthe 30, 219; der deist und liberale trat mir also schon merkbar entgegen. H. Heine 12, 15.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2093, Z. 29.

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Zitationshilfe
„merkbar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/merkbar>, abgerufen am 15.10.2021.

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