Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

merklichen, adv.

merklichen, adv.
wie merklich, bemerkbar, deutlich: dâ von maht dû wundern, wâ von daʒ mer niht allzeit merkleichen wahs. Megenberg 102, 19; bedeutend, sehr: wenn man die feint ving und daʒ man sie schatzet, so wurden unser burger für die feint pürgen und namen sie ausz und warn dann gar ungetreulich darob, daʒ die schatzung von in nit eingebracht ward, daran gor merklichen abging. d. städtechron. 2, 329, 4; der könig merklichen auf den ritter Orwin zweifeln thet. b. d. liebe 238ᵈ; im gleichen hat der bischoff mit den heidnischen pfaffen öffentlich eine disputation angestellet .. und weil sie in der lügen wider die warheit nicht bestehen könten, sind damit die gemüther der ansehnlichen landstände zum glauben merklichen bewogen. Micrälius alt. Pomm. 2, 237; dergestalten wird er ihm (sich) einen andern beichtvattern suchen, und nachmahls dir und deinem closter merklichen zu einem nachtheil werden. Abr. a S. Clara Judas 1, 95.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2105, Z. 17.

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Zitationshilfe
„merklichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/merklichen>, abgerufen am 25.10.2021.

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