Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

merksam, adj. und adv.

merksam, adj. und adv.
1)
zum merken, beachten, besonders geneigt, fleiszig merkend (vergl. dazu aufmerksam th. 1, 691): merksam, der ein ding ee und es geschicht vorsagt, praesagus, perspicax. Maaler 283ᵃ; gar merksam oder fleiszig merken, gar andächtig, perattentus. ebenda; ein merksamer hund, canis sagax Steinbach 2, 50;
ja, wenn ein Molier, der tugend muntrer freund,
der spötter eiteln wahns, des lächerlichen feind,
auf fehler merksam wird, und lernt aus hundert fällen
der menschen trotzig herz und trügrisches verstellen.
Lessing 1, 176;
bair. merksam, mirksam sein Schm. 1, 1651 Fromm.
2)
merksam, zum merken besonders geeignet, des merkens und beachtens wert: merksame taht, factum memorabile. Stieler 1271; merksamer spruch, dictum memorabile. ebenda; was in den sitten und gebreuchen fremder völker merksames anzutreffen. Butschky Patm. 181;
wie wir in dieser fabeln schon
ein wol merksam exempel han.
Eyering 1, 411.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2106, Z. 5.

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Zitationshilfe
„merksam“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/merksam>, abgerufen am 24.01.2022.

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