Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

messenei, f.

messenei, f.
gesamtheit eines gesindes oder gefolges, nebenform zu massenei sp. 1710, schon mhd. ungewöhnlicher als das letztere:
starc was ir messenîe.
Rabenschlacht 616;
nhd. die versamlung der ritter (an Artus hofe) hiesz die tafelrunde oder die messenei. Schottel 1139ᵇ; die form hat aber auch volksmäszigen klang gehabt, und ist für gesellschaft, reise-, zech- oder spielgesellschaft überhaupt verwendet worden, wie man im 17. jahrh. compagnie brauchte (vergl. th. 2, 631): wie nun die hochzeit mit groszer kostlichait wardt angefangen und der hochzeiter und die braut sampt der ganzen messanei ob disch saszen in frewden. Zimm. chron. 1, 29, 37; der cardinal sampt dem frawenzimmer und aller messanei, so gleich hernach kommen (auf der reise). 425, 9; da trib er (ein bote) dann vil kurzweil und bracht herr Johannsen Wernhern und seim gemahl, auch der ganzen messenei (also nampt ers) ain grusz von marfrawen von Mantua. 2, 354, 1; darumb, wa ein bancquet oder ain frölichs wesen, so wolt die messanei diesen doctor bei sich haben. 3, 525, 34.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2123, Z. 24.

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Zitationshilfe
„messenei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/messenei>, abgerufen am 17.10.2021.

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