Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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mastig, adj.

mastig, adj.
mit einem mast versehen, vgl. dreimastig, einmastig, hochmastig.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1718, Z. 1.

mastig, adj.

mastig, adj.
wie mast, feiszt, fett: mastig, schweinfeiszt, obesus, crassus, opimus. Maaler 284ᶜ; mastig, obesus, crassus. voc. von 1618 bei Schm. 1, 1682 Fromm.; ein in den oberdeutschen dialekten häufiges wort: mastig, fett sowol, als fett machend, mastige speise Stalder 2, 200; mastig, von menschen sehr fett und dick, vom holze schnell aufgeschossen, grobfaserig, vollsaftig und minder fest. Tobler 312ᵃ; mastig, übermäszig nahrhaft, äuszerst fett, eigentlich von mastvieh und fetten äckern. Seiler 204ᵇ; bair. mastig, mästig, mestig, mästend, zum fettmachen wirksam, leicht zu mästen, fett, feist Schm. 1, 1682 Fromm.; in der Wetterau mastig sehr fett, besonders von holz und frucht gesagt. Kehrein 274; in der schriftsprache, auch der neueren, nicht unhäufig; von menschen: dasz von viel personen gebraucht ist worden, die gar flüssig, rotzig, mastig und plutertellig gewesen sind. Paracelsus opp. 1, 1005 B; vom feld: feiszt und mastig väld, agri crassi Maaler 284ᶜ; von holz und pflanzen: jedoch wächset er (der eichbaum), wie alles holz, eher und mastiger an der winterseite, und in denen gründen, als an denen sommerbergen, und in steinichten höhen. Göchhausen not. venat. 163; es ist diese art holzes (die rotbuche) fast so vielfältig unter dem schwarz und harten gehölze, als die eiche zu finden, es wächset aber dasselbe viel mastiger. 168; wenn in der tiefern gegend zweige und stengel stärker und mastiger waren, .. so wurden höher ins gebirg hinauf zweige und stengel zarter. Göthe 27, 23; am meere habe ich auch verschiedene pflanzen gefunden, .. sie sind alle zugleich mastig und streng, saftig und zäh. 140; ich fand einen solchen busch blätter, es schien mir unser unschuldiger huflattig, hier aber mit scharfen waffen bewaffnet, und das blatt wie leder, so auch die samenkapseln, die stiele, alles mastig und fett. ebenda;
viel gerippt und gezackt, auf mastig strotzender fläche,
scheinet die fülle des triebs frei und unendlich zu sein.
1, 327;
bei Voss im sinne von mast gebend (vergl. oben die bairische bedeutung):
ihn bei den säuen da triffst du beschäftiget, welche sich mästen
nahe dem Koraxfels, am heiligen quell Arethusa,
essend der mastigen eichel gewächs.
Odyss. 13, 407;
sonst auch plump:
tretet nicht so mastig auf
wie elephantenkälber.
Göthe 12, 231.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1718, Z. 3.

mestig, adj.

mestig, adj.
nebenform zu mastig, vergl. sp. 1718: feist und mestig. Paracelsius opp. 1, 528 C.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2134, Z. 59.

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Zitationshilfe
„mestig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mestig>, abgerufen am 30.11.2021.

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