Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meszgewand, n.

meszgewand, n.
wie messegewand sp. 2114, das zur messe vom priester getragene gewand: dar nâch, ê der priester, daʒ messgewant abziech, schol er die stain segenen. Megenberg 472, 33; belangend die kleidung und das meszgewand. Fischart bienk. 80ᵃ; popen in ihren meszgewand. pers. reisebeschr. 1, 13; bei dem h. Atilano ist sein alter zerlumbter rock zu einem kostbaren meszgewand geworden. Abr. a S. Clara Judas 2, 12; dasz ein engl dem Petro Morono, so nachmahls römischer pabst, und Caelestinus genennt worden, das meszgewandt, und gehörige paramenten gebracht hat. 380;
zu morgens als er celebriert
sein mesz, der kopf zu schwer jhm wird,
dasz er darnieder fellt zu hand,
in seim ornat und meszgewandt.
L. Sandrub kurzweil 111;
der bischof steht im reinen meszgewand,
er faszt den kelch, er segnet ihn.
Schiller Maria Stuart 5, 7;
anno 746 seind unterschiedliche creuz erschienen in dem königreich Ungarn auf den klaidern der leutt, absonderlich aber auf denen meszgwändern in der kirchen. Abr. a S. Clara Judas 1, 342.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2136, Z. 56.

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Zitationshilfe
„meszgewand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meszgewand>, abgerufen am 01.12.2021.

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