Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meszpfaffe, m.

meszpfaffe, m.
messe lesender pfaffe: meszpfaff, sacrificulus, der messe lieset. Frisch 1, 660ᵃ; daraus folget, das ein meszpfaff in einer jglichen messe die heilige dreifaltigkeit zweimal opfert und verkeuft. Luther 3, 529ᵃ; welche narrenthäding doch die meszpfaffen nit ungern beide zulassen und aufrichten. S. Frank mor. enc. 37ᵃ; dasz die leute gar ein abscheuen und einen solchen greuel an der päbstischen meszpfaffen falschen lehre und abgöttischen ceremonien genommen, dasz sie die nicht allein als menschentand verachtet, sondern auch als teufelsgift vermieden. Spangenberg henneberg. chron. (1599) 254;
ein meszpfaff fast ein ganze nacht
hette mit saufen zugebracht,
zu morgens als er celebriert
sein mesz, der kopf zu schwer jhm wird.
L. Sandrub kurzweil 111.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2139, Z. 41.

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messerzeiger mistkräuel
Zitationshilfe
„meszpfaffe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meszpfaffe>, abgerufen am 27.11.2021.

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