Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

metallkönig, m.

metallkönig, m.
der durch schmelzen im tiegel sich bildende reine metallklumpen, vgl. könig II, 14, b, th. 5, 1701: also setzt sich das metall an einem könig zu grund desz tigels, der berg aber desz erzs bleibt oben schweben, und wirdt zur schlacken. diesen metallkönig magstu auf dem treibscherben under der muffel in deinem probirofen allein treiben, bisz das metall gar fein ... wirdt. Paracelsus opp. 1, 904 C; auch eine besondere metallmischung heiszt so; in der form metallenkönig, regulus metallorum, electrum majus: mit kupfer und zinn zusammengeschmolzener eisenhaltiger spieszglaskönig liefert den metallenkönig, welcher mit salpeter verpufft und geschmolzen, zu der bereitung der metallentinktur angewendet wird. Jacobsson 6, 558ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2144, Z. 79.

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Zitationshilfe
„metallkönig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/metallk%C3%B6nig>, abgerufen am 01.12.2021.

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