Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meuchling, adj.

meuchling, adj.
in böser absicht verborgen: es ist ein meuchlinger heimlicher teufel, der in winkeln umbher schleicht. Luther 3, 89ᵇ; jr giftiges, meuchlinges mordstechen. 476ᵇ; darumb sol die meuchlinge, gestolen, heimliche und unehrbarlich bekomen ehe weichen der offenberlichen. 5, 244ᵇ; wider die gestolene, meuchlinge, ungehorsame winkelehe. ebenda; es ist ein heimliche, meuchlinge schalkheit. 4, 407; substantiv: meuchlinge sind die schedtlichsten (feinde). tischr. 260ᵇ am rande; als adverb: und ist keiner so verwegen, der sich begangener bosheit für jederman rhüme, wollens alle meuchling gethan haben, ehe mans gewar wird. 4, 392ᵃ; etwas meuchling erschleichen. Lehmann flor. 1, 179; meuchling Schottel 477ᵇ; in der form meuchlig: das marggraf Ditmann verrähterlich und meuchlig ist verwundet worden. Lauterbeck Melanchthons orat. von landgraf Fridrichen deutsch (1563) 16.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2163, Z. 40.

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Zitationshilfe
„meuchling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meuchling>, abgerufen am 03.12.2021.

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