Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

milchmaul, n.

milchmaul, n.
im scherz, der gern milchspeisen iszt, it. der noch die milchhaare am bart hat. Frisch 1, 663ᵇ: das milchmaul tregt die windel noch umb den bauch. S. Frank sprichw. 2, 13ᵃ; du jung milchmaul, ziehe nur die pfeife ein, oder ich gebe dir ein nasenfutter. kunst üb alle künste 12, 29; ein zärtling: aber, so kehret jhr es umb, und werdet jhr selbst zu rechten weibern und mämmen, und thut und trachtet nach dem was zärtelicht, weibisch und mämmisch mag geachtet werden: wie von dem milchmaul Sardanapalus zur lehr aufgezeichnet worden. Philander 2 (1643), 106.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2196, Z. 75.

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Zitationshilfe
„milchmaul“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/milchmaul>, abgerufen am 29.01.2022.

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