Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

minderzahl, f.

minderzahl, f.
1)
in der älteren sprache die mindere zahl (vgl. minder 4, d): uff montag vor Michaelis im sieben und funftzigsten jare der minner zal. weisth. 3, 533 (Franken, von 1457); von dem 73. jare der myner zcal (1473). Spittendorf 112 Opel; uff sonabendt nach sanct Marx tage anno 76 der minderzahl (1476). 200.
2)
in der neueren sprache (von Campe zuerst erwähnt) gegensatz zu mehrzahl, sp. 1898: mit der nothwendigen minderzahl der spieler im drama (gegenüber den personen im epos). J. Paul vorsch. d. ästh. 2, 101; giengen die Sachsen, so wacker sie in ihrer minderzahl sich hielten, schier zu grunde. Dahlmann dän. gesch. 1, 90; wir haben nichts als unsere faust (gegen aufrührer), und sind die minderzahl. Freytag soll und haben 2, 120.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2231, Z. 60.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
messerzeiger mistkräuel
Zitationshilfe
„minderzahl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/minderzahl>, abgerufen am 29.01.2022.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)