Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mineral, n.

mineral, n.
aus dem mittellat. minerale (mineralia, id est, corpora in venis terrae generata, ut plumbum, vel aliud metallum. Du Cange von Henschel 4, 412ᵇ): mineralien, hierunter werden verstanden, alaun, vitriol, schwefel, wiszmuth, kobalt, allerhand erden u. d. gl. haben ihren ursprung von wasser, oder angefeuchteten erdreich, besaamen sich und wachsen in letten, oder bergen, von groben wassern und subtilen letten. minerallex. 386ᵇ; er thut in mineralien ding, welche biszhero in Teutschland unerhört sind. was andere bergleuth in 13 wochen thun, das thut er innerhalb 6 tagen. Schuppius 794; neue mineralien, pflanzen und thiere. Wieland 34, 169; wundersam genug tritt, zugleich mit diesem metall, so manches andere mineral hervor: der eisenglanz spielt eine grosze rolle, der wolfram, das scheel, der kalk, verschieden gesäuert, als fluszspath und apatit. Göthe 51, 104. dazu zusammensetzungen wie mineralbad, mineralbrunnen, mineralquelle, mineralwasser; das mineralreich; der mineralienhändler (Göthe 51, 106), mineraliensammler, mineraliensammlung u. s. w.; auch das adj. mineralisch: mineralische bestandtheile in einem wasser.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2237, Z. 54.

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Zitationshilfe
„mineral“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mineral>, abgerufen am 29.01.2022.

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