Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

minkeln, verb.

minkeln, verb.
übel duften, schlechten geruch haben: wann ers (der hund) dem ulmischen Schwaben hat gestolen, der jm einmal das mark zwischen der thüren zu dem hindern herausz klemmt, und es, wiewol es minkelet, für schmutz (wie fett) hinweg schlemmet. Garg. 22ᵃ; und sauget darausz dʒ substantzialisch wesenlich mark, nit wie der erstbenant hundsklemmer, die gerberzullen für minkelend schmer. ebd.; kleien und minkelend hundsmark gehört in denselbigen hudler. 24ᵃ. es ist das bair. munkeln, übel riechen, vom fleisch Schm. 1, 1627 Fromm., schwäb. ohne nasal meucheln, schimmlicht, nach fäulnis riechen Schmid 384, in Franken und dem östlichen Mitteldeutschland müchen, müchzen; auch das fuldaische mickeln in der redensart es mickelt ein bischen, es hat mit der sache nicht ganz seine richtigkeit (Vilmar 269), wofür anderwärts das bild es ist faul, gehört hierher. ob die wortfamilie mit dem sp. 2159 aufgeführten meuchel- in verbindung zu bringen sei, steht dahin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2238, Z. 58.

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Zitationshilfe
„minkeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/minkeln>, abgerufen am 29.01.2022.

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