Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

minnelied, n.

minnelied, n.:
sei es mir erlaubt, ein altes westphälisches minnelied, welches ich unlängst auf dem pergamentnen umschlage eines alten registers entdeckt habe, dem publikum mitzutheilen. Möser patr. phant. 3, 228; jetzt die mode der minnelieder. ebenda;
die vögel sangen wunderschön
ein minnelied dazwischen.
Hölty 27 Halm (von 1772);
mit minnelied und rundgesang
wird zwischendurch der wein gewürzet.
Boie 353 Weinhold;
nachtigall und lerche flöten
minnelieder über euch (blumen).
Schiller hist.-krit. ausg. 1, 277;
lernen wollt ich saitenkunst,
minnelieder wollt ich singen,
werbend um der süszen gunst.
Uhland ged. 250;
selige Provencer thale,
üppig blühend wart ihr immer,
aber eure reichste blüthe
war des minneliedes schimmer.
267;
dim. minneliedchen:
(ich wollte als vogel) mich auf
ihren armen ein weilchen wiegen, und auf
ihrer schulter ein minneliedchen flöten!
Hölty 83 Halm (von 1772).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2243, Z. 69.

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Zitationshilfe
„minnelied“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/minnelied>, abgerufen am 29.01.2022.

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