Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

minnesold, m.

minnesold, m.
wie minnelohn:
wem der minne dienst gelinget,
o, wie hoch wird der belohnt!
keinen bessern lohn erringet,
wer dem gröszten kaiser frohnt.
denn, mit zepter, kron und gold,
frohnt er selbst um minnesold.
Bürger 17ᵃ ('minnesold', vom frühjahr 1773);
ihr ritter und ihr fraun!
wollt ihr den ächten minnesold,
seid eurem liebchen treu und hold.
Wieland 18, 367 (der vogelsang, von 1778);
als vom bestreben
um frauengunst und minnesold
die rede war.
Gotter 1, 242 (von 1783);
im sturm erringt er (der reiter) den minnesold.
Schiller Wallensteins lager, 11. auftr.;
mein vetter ist ein kluger wicht,
er ist der köchin hold.
den braten dreht er für und für,
um süszen minnesold.
Göthe 1, 122.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2245, Z. 13.

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Zitationshilfe
„minnesold“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/minnesold>, abgerufen am 29.01.2022.

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