Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

missel, m.

missel, m.
zwist, uneinigkeit, die fortsetzung des mhd. missehel: umbe den missehel, der leider zwischen uns und üch ist. d. städtechron. 9, 1034, 33 (von 1261; vgl. mhd. hel, gen. helles zustimmung, beistimmung Lexer handwb. 1, 1228 und hellen consentire th. 4², 970 oben); im 16. und 17. jahrh. in rheinischen und elsässischen quellen erscheinend: ich will bei lebendem leib mein kinden jre landschaften angeben, auf das nach meinem todt kein missel under jnen entstandt. Aimon bog. F 1; ich besorg sich hab ein missel zwischen im und dem übermütigen herzogen erhaben. bog. b; bisz ein zwitracht und missel zwischen jnen entstundt. d; darvon sich ein grosz gemengel und missel in des keisers pallast erhub. ebenda; aller streit und missel. Philander 2, 525. vgl. miszhell und miszhellen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2259, Z. 7.

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Zitationshilfe
„missel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/missel>, abgerufen am 29.01.2022.

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