mitgefühl n.
Fundstelle: Lfg. 13 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2346, Z. 29
vgl. oben mitfühlen: wenn man der menge das mitgefühl alles menschlichen geben ... könnte! Göthe 18, 165; wir erfreuten uns an dem mitgefühl dieser ehre. 24, 303; mein mitgefühl, so wahr und lebhaft, ist noch lebendig. 17, 376;
da fand sie stets ein schwesterherz, bereit
den kleinen schmerz mit ihr zu theilen,
und oft durch mitgefühl zu heilen.
Wieland 21, 224;
sie .. läszt nun an den freuden
des zartsten mitgefühls ihr herz vollauf sich weiden.
23, 116 (Oberon 8, 78);
selbst herzlos, ohne mitgefühl,
begleite sie (die glocke) mit ihrem schwunge
des lebens wechselvolles spiel.
Schiller hist.-krit. ausg. 11, 319 (glocke v. 411);
du hast sie noch gesehn, den letzten blick,
den sehnsuchtsvollen, dir ins herz gefaszt, ..
dem letzten seufzer mitgefühl erwiedert.
Göthe 9, 315;
îch hörte nicht den schrei (der verunglückten tochter), ich fühlte nicht
den unfall, der mich ohne rettung traf.
der ahnung heilges, fernes mitgefühl
ist nur ein mährchen.
317;
es (ein kind) sah mich an und weinte mit,
bewegt von mitgefühlen, staunend, unbewuszt.
40, 410.
Zitationshilfe
„mitgefühl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mitgef%C3%BChl>, abgerufen am 22.08.2019.

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