Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

mitschuldig, adj.

mitschuldig adj
mitschuld habend:
vergebens flehst du meiner wuth,
färben soll sein mitschuldig blut
rosenroth diese kammer.
Fr. Müller 1, 212;
ein könig sollte seiner kühnen thaten
mitschuldig niemand machen.
Göthe 10, 36;
substantivisch: aber dasz fremdes laster uns, wider unsern willen, zu mitschuldigen machen kann! Lessing 2, 135; zu miszbräuchen, deren mitschuldiger er war. Schiller hist.-krit. ausg. 7, 142; soll ich dir alles sagen? du verdiensts, alter mitschuldiger meiner thorheiten. Göthe 10, 160; dieser bekannte sich selbst als mitschuldigen ihrer vergehungen. 18, 181; die mitschuldigen. ein lustspiel. 7, 38;
der darf auf schand und frevel pochen,
der auf mitschuldigste sich stützt,
und: schuldig! hörst du ausgesprochen
wo unschuld nur sich selber schützt.
41, 11.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1884), Bd. VI (1885), Sp. 2366, Z. 11.

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