Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

muttermal, n.

muttermal, n.
1)
mal von mutterleibe her: hand sie auf seiner linken brust ein muͦtermal funden. Wickram goldfaden A 4ᵇ; morgens nüchter erkeue senfsamen und streichs dem kind über das muttermal, das thu oft, so vergeht es. Wirsung arzneib. 526; plur. muttermäler: ein kopf ... der an beiden schläfen zwei brennende muttermäler wies, einen schattenrisz mit einem natürlichen haarzopf und gegenüber zwei iltisschwänzchen. J. Paul uns. loge 1, 11; man hat muttermäler in form von sternen, kronen, schwertern, weil die frau, welche den menschen trug, sich an einem groszen orden, an einem kirchenzuge, an einer krönung versah, oder unter kriegsgetümmel ihre schwangerschaft abhielt. Immermann Münchh. 1, 175; und muttermale:
wer zählet sie, die fehl und muttermaale,
freibriefe der natur zum seelenhospitale?
Gotter 1, 333.
2)
muttermal, eine schneckenart, buccinum glans. Nemnich 1, 698.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1885), Bd. VI (1885), Sp. 2823, Z. 32.

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Zitationshilfe
„muttermal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/muttermal>, abgerufen am 21.09.2020.

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