Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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näschig, adj.

näschig, adj.
gern naschend, naschhaft: erschneuck (erschnüffle) alle ding, nim alle ding war, bisz neschig. Keisersberg hellisch. leuw 30, 6; die naschige (geile) nachtseuftzende wittwe. Fischart Garg. 78ᵇ; er (der sperling) flog hin, und kostete, und fand sie (die traube) ungemein süsze, und rief hundert näschige brüder herbei. Lessing 1, 150; wo sie bald eine summende mücke, bald eine näschige wespe davon (von den blumen) verjagte. Thümmel (1839) 2, 8; schon hatte sein erzkatholischer diener .. das verbotene gericht auf die tafel gesetzt, als ein .. schrecklicher schlag (donner) die näschige seele betäubte. 7, 166;
nichts setzt den magen mehr in böse laune,
als wenn ein näschiger lakai den becher dir
mit spuren seiner schmutzigen finger reicht.
Wieland Hor. sat. 2, 4, 135.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1883), Bd. VII (1889), Sp. 395, Z. 44.

näschig, adv.

näschig, adv.
auf naschhafte weise:
was, Ev und Adam, ihr vom holtze näschig nisset.
Logau 2, 4, 10;
andre mügen näschig geilen, da bei Greten, dort bei Keten.
3, zugabe 138.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1883), Bd. VII (1889), Sp. 395, Z. 59.

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Zitationshilfe
„näschig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%A4schig>, abgerufen am 20.09.2021.

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