Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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nock, n.

nock, n.
eine aus dem nl. stammende bezeichnung der äuszersten über das segel ragenden enden der rahe. Bobrik 509; die nocken eines segels oder die nockohren, die beiden oberen enden eines viereckigen segels. 510. vergl. nocke, hahnenbalken. Kilian 339ᵃ, nok first Kramer 1, 219ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 46.

nock, m.

nock, m.,
plur. nöcke, deminutiv nöckli, nockerli kurzer schlaf. Tobler appenz. sprachsch. 335ᵃ. s. nuck, nücken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 51.

nock, f.

nock, f.
tirol. die betschwester, auch betnock, die halbschlummernd (nockend) betet. Schöpf 471; schweiz. die nocke, tölpisches frauenzimmer. Stalder 2, 240. vergl. das vorige und nucken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 53.

nock, m.

nock, m.,
bair.-tirol. der nock (plur. nöcke), kärnt. nock und ock kleiner hügel; als zweiter theil von bergnamen die bergspitze, die runde kuppe. Schm.² 1, 1723. Lexer 178. Schöpf 471. Hintner 173, der keltische abstammung annimmt (ir. cnocc, monticulus). vergl. th. 5, 1462 und nacke sp. 239.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 57.

nock, nocke, nocken, m.

nock, nocke, nocken, m.,
plur. nocken, deminutiv nockelein, nöcklein, nockerl, kleine mehlklösze (ähnlich den spatzen), mit der nähern unterscheidung in butter-, gries-, käs-, milch-, rahm-, wassernocken u. a. Schm.² 1, 1723. Lexer 198. Schöpf 471. Hintner 173, der es für eine übertragung aus dem vorigen und das gleichbedeutende ital. gnocco (Diez⁴ 376) für eine entlehnung aus dem deutschen hält, während Weigand² 2, 234 entlehnung aus dem ital. annimmt. zu beachten ist auch das böhm. gleichbedeutende wnock, da im frauenzimmerlex. 1335 die nocken geradezu ein böhmisches essen genannt werden; auf die nacht gab er uns meistentheils linsen, nocken, nudel und rüben. Jucundiss. 110; ein anderer rührt in der schmalzpfanne die nocken um. heimgarten 1884 322ᵇ;
komm, heiliger geist!
mit 'r schüszl voll fleisch,
mit 'r schüszl voll nocken,
lasz mi â (auch) derzue hocken.
Fromm. 3, 516 (sprüche aus dem tirol. Etschlande);
hennebergisch nocke, brocken, klöszchen. Spiesz 174; deminutiv nockelein. Castelli 209; Michele, willstu nockelen essen? Zingerle sagen 80; nockerl Schwabe tintenf. 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 62.

nöckeln, nöckern

nöckeln, nöckern,
s. nückern.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 878, Z. 5.

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Zitationshilfe
„nöckern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%B6ckern>, abgerufen am 20.09.2021.

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