Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

nöthigung, f.

nöthigung, f.
sollicitatio Maaler 308ᵃ, coactio, adactio, impulsio Stieler 1338, vis Aler 1479 (vergl. nöthung): die heiden sagen, wie die reiche, so mit gezwang allein und nötigung oder forcht erhalten werden, nicht langwirig ... sein mögen. Agricola sprichw. nr. 217; die freiheit im praktischen verstande ist die unabhängigkeit der willkür von der nöthigung durch antriebe der sinnlichkeit. Kant 2, 417; alle pflichten enthalten einen begriff der nöthigung durch das gesetz. 5, 220; alle pflicht ist nöthigung, ein zwang. 228; eine moralische nöthigung. 232; nöthigung der natur, .. der vernunft. Schiller 10, 322; gewalt wollte man nicht brauchen, aber ohne nöthigung wäre man gar nicht vorwärts gekommen. Göthe 25, 255; durch solche nöthigungen gedrängt. 53, 6;
verzeihe mir
die nötigung aus not, und übernimm
noch diese letzte mühe.
Platen (1847) 3, 244;
schaffe dir selbst eine nöthigung
zu wirken und zu erwerben.
Rückert 244.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 944, Z. 20.

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Zitationshilfe
„nöthigung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%B6thigung>, abgerufen am 20.09.2021.

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