Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

nüchteln, nüchten, verb.

nüchteln, nüchten, verb.
ein schweizerisches wort: nuͤchteln, graw oder schimlig sein, mucere Frisius 843ᵃ. Maaler 308ᶜ. Denzler 214ᵇ; bei Stalder 2, 244 nüechten, nüchten, nüechtelen mit der bemerkung, dasz in Bündten nüechtelen den ersten grad von verderbnis beim fleisch bezeichnet; appenz. nüechteln von schadhaftem getreide, wegen nässe oder aus mangel frischer luft anbrüchig riechen oder schmecken; eine unangenehme leere im magen empfinden. Tobler 338ᵇ; basl. nüechtele, nüechte, feucht, schimmelig riechen, nach Sprengs handschriftl. Basler idiotikon von denen gesagt, 'deren athem des morgens nach dem nüchternen magen riecht (vergl. Fischart Garg. 24ᵇ wann man nach nüchterheit schmeckt .., nuchtern stinkt eim der athem), desgleichen von wein-, bier- und theegefäszen, welche man eine zeit lang ungeschwenkt stehen läszt, dasz sie davon müchzend werden'. Seiler 224ᵃ. vergl. nüchtern I, 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 967, Z. 53.

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Zitationshilfe
„nüchteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%BCchteln>, abgerufen am 20.09.2021.

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