Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

nücken, nucken, nocken, verb.

nücken, nucken, nocken, verb.
1)
mhd. nücken, md. nücken, eine nickende kopfbewegung machen (s. nicken 3):
strûchen unde nücken
begonde sêre sîn ravît.
H. v. Freiberg Tristan 6110;
mnd. nucken, trotzig mit dem haupte nicken: unde gingen unde nuckeden unde draweden. städtechron. 16, 343, 9; nd. nucken, auf einen als thäter hindeuten Schambach 146ᵇ.
2)
nd. nucken was entnucken (theil 3, 576), mit dem kopfe nickend einschlummern (vgl. nicken 3, b, β), übertragen:
nû sul wir hî vorzuckin
dî rede lâʒin nuckin (einschlafen lassen).
Jeroschin 5734;
oberdeutsch nucken Stalder 2, 245. Seiler (nuke, nüke) 224ᵇ. Hintner Deferegger mundart 174; salzb. nücken Schm.² 1, 1724; appenz. nocka Tobler 335ᵃ; tirol. nocken, halbschlummernd beten (s.nock f. sp. 877) Schöpf 471.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 974, Z. 64.

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Zitationshilfe
„nücken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%BCcken>, abgerufen am 29.10.2020.

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