Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

nippen, verb.

nippen, verb.
schlummern Schottel 1370. Stieler 1346, aus nd. nippen nicken, einschlummern, der nip ein schläfchen Schambach 145ᵇ; nassauisch nippen, neppen Kehrein 2, 293; augsburgisch nibba Birlinger 348ᵃ; mhd. nipfen, cognivere Schm.² 1, 1752, spätmhd. nipf, dormitatio und nipfen, dormitare. fundgruben 1, 385ᵃ f. (vom j. 1340 aus Schlesien). vgl. napfen, napfezen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 852, Z. 23.

nippen, verb.

nippen, verb.
mit ganz kurzer öffnung der lippen, in kleinen zügen trinken. aufgenommen aus nd. nl. nippen, das dann mundartlich auch in die hochdeutsche form nipfen verschoben worden ist: nipfen neben nippen Stieler 1328 (auch nüpfen). Ludwig 1332, nüpfen Corvinus fons latinit. (1660) 1, 508ᵃ, österr. nipfen Höfer 2, 293, bair. nipfen und nepfen Schm.² 1, 1752. — zu dem seinem ursprunge nach dunkeln worte gehört vielleicht ags. nipele, engl. nipple, die brustwarze.
1)
eigentlich, mit absoluter und transitiver construction: er wischte stracks über die schale (mit wein) und nippte einmahl. Weise erzn. 120 neudruck;
wann schläfrig die lippen
beim göttermahl nippen.
Matthisson (1797) 127;
sie (hummeln) tippen hie, sie nippen da,
erst mit den saugespitzen,
bis sie ...
im honigkelche sitzen.
Bürger 89ᵃ;
doch nippt auch kleine nippe.
Voss ged. 4, 47;
küssest mit so spitzen lippen,
wie die tauben wasser nippen.
Göthe 3, 155;
jenen perlenschaum des weines
nicht nur flach zu nippen.
1, 140;
als der schenke den becher hielt,
leise den wein zu nippen.
Rückert 361;
als nun der gast die mahlzeit eingenommen
und manches glas genippt vom edlen wein.
Uhland (1879) 2, 295;
nippen an, aus:
du möchtest wohl an solchem becher nippen?
Göthe 41, 85;
dasz am nektarkelche kein
honigdieb mir nippe.
Rückert 103;
als er nippt am glas zu kühn,
blieb ein tröpfchen sitzen.
360;
ich nipp am rothen weine.
Freiligrath (1870) 2, 165;
Berthold ... bescheidenlich aus seinem glase nippte. Arnim kronenw. 1, 90; becher, aus dem du gern nippen magst. Bettine briefw. 2, 304;
die ihr genippt aus Hippokrenes lache.
Platen 4, 119;
doch aus dem krokus nipp ich (biene) süszen seim erst.
2, 5.
2)
übertragen:
im geschaukel des wagens nipp ich
einen kusz wie von ohngefähr.
Voss ged. 5, 245;
durstig seiner wange brand zu nippen.
Rückert 44.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 852, Z. 30.

nüppen

nüppen,
was nippen Reinwald henneb. id. 1, 110. vergl. nüpfen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 998, Z. 29.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
nähzeug
Zitationshilfe
„nüppen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/n%C3%BCppen>, abgerufen am 20.09.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)