Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

nachschauen, verb.

nachschauen verb
1)
intransitiv, mit den blicken folgen Stieler 1743: ich will dir nachschauen, meine weisze gestalt soll dir geisterbleich aus diesen mauern herabwinken. Göthe 22, 435; fast alle blickten ihn freundlich an, nur das auge der fürstin umwölkte sich, wenn sie ihm nachschaute. Freytag ahnen 1, 89;
und schaut ihm täglich sehnend nach.
Herder 24, 615 Hempel;
sie ists! schau nicht ihr nach,
du hast sie nicht gesehn, du weiszt zu schweigen.
Chamisso (1872) 2, 11.
2)
intransitiv und transitiv, forschend oder prüfend nachsehen, besichtigen: ich will nachschauen, ob er da ist, wie die saat steht u. s. w.;
wer kan im das nach schouwen (nachprüfen)?
teufels netz 12880.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1881), Bd. VII (1889), Sp. 110, Z. 27.
Zitationshilfe
„nachschauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/nachschauen>, abgerufen am 20.02.2020.

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