nebenher adv
Fundstelle: Lfg. 3 (1883), Bd. VII (1889), Sp. 501, Z. 24
ad latus Stieler 828, wie beiher, beineben.
1)
örtlich: (sie bemerkten nicht) was nebenher vorging. Göthe 17, 337; voraus ein reuter, nebenher ritten zwei knechte. Schiller 2, 87 (räuber, schausp. 2, 3);
ein sylfenpaar ..
schwebt nebenher, der pferde flug zu lenken.
Wieland Idris 2, 83;
ich dömelte nebenher Hermes Soph. (1776) 1, 384; der jüngling lief zu fusz nebenher. Freytag ahnen 1, 10.
2)
als nebensache, nebenbei, beiläufig: nebenher versah ich meinen alten dienst. Göthe 21, 24. das geschieht alles nur so nebenher. an Schiller 705 (5, 257); zugleich nebenher seine eigene apologie .. zu machen. Wieland 36, 266; Perillus, der nebenher (beiläufig gesagt) weder ein bischof noch ein christ war. Klinger 3, 206; und nebenher, dasz ich schöne kronen verdiente, erhört ich noch so manches gelehrte wort bei der aufwartung. Tieck novellenkr. 1, 2;
derwisch. was war ich
an eurem hof?
Nathan. derwisch; weiter nichts,
doch nebenher, wahrscheinlich — koch.
Lessing 2, 207 (Nathan 1, 3);
was hat das ewige verschuldet,
dasz mans nur nebenher noch duldet?
Platen (1847) 1, 214.
Zitationshilfe
„nebenher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/nebenher>, abgerufen am 17.06.2019.

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