Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

niederbücken, verb.

niederbücken, verb.,
transitiv und reflexiv, nach abwärts, zu boden bücken, s. th. 2, 487:
wan er sich wolde bucken nider.
livl. reimchr. 10063;
Jhesus bücket sich nider, und schreib mit dem finger auff die erden. Joh. 8, 6. 8; in die hoͤhe gucken, sich nider bucken. Fischart bienenk. 20ᵃ (bei beschreibung der meszgeberden);
zuschlag den buͦben iren rucken,
das sie sich immer niderbucken.
Kehrein kirchenl. 2, 194, 17;
niedergebückt, pandans Stieler 140; in der wiederaufhebung (des auf den boden gefallenen kammes) oder im niederbücken. rockenphil. 645;
ich sehe die aufrührischen wasser
über die niedergebückten häupter der blumen hinwegfliehn.
Lenz 3, 42.
mit präpositionaler fügung: und da er sie sahe, lieff er inen entgegen .. und bücket sich nider auff die erden. 1 Mos. 18, 2; nachdem sie alle gegen der heiligen höle sich bisz auf die erde niedergebückt und ein kurtzes gebete gethan hatten. Lohenstein Armin. 1, 11ᵇ; er bückte sich zu ihr (zu der am boden liegenden frau) nieder und war im begriff ihr einen .. schlag zu geben. Schiller 3, 569; seine hohe seele war unfähig, sich zur kleinsten lüge niederzubücken (herabzulassen). J. Paul Tit. 1, 27; appenz. nederböcka, niederbiegen Tobler 332ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1883), Bd. VII (1889), Sp. 752, Z. 36.

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Zitationshilfe
„niederbücken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/niederb%C3%BCcken>, abgerufen am 04.07.2020.

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