Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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nock, nocke, nocken, m.

nock, nocke, nocken m.
plur. nocken, deminutiv nockelein, nöcklein, nockerl, kleine mehlklösze (ähnlich den spatzen), mit der nähern unterscheidung in butter-, gries-, käs-, milch-, rahm-, wassernocken u. a. Schm.² 1, 1723. Lexer 198. Schöpf 471. Hintner 173, der es für eine übertragung aus dem vorigen und das gleichbedeutende ital. gnocco (Diez⁴ 376) für eine entlehnung aus dem deutschen hält, während Weigand² 2, 234 entlehnung aus dem ital. annimmt. zu beachten ist auch das böhm. gleichbedeutende wnock, da im frauenzimmerlex. 1335 die nocken geradezu ein böhmisches essen genannt werden; auf die nacht gab er uns meistentheils linsen, nocken, nudel und rüben. Jucundiss. 110; ein anderer rührt in der schmalzpfanne die nocken um. heimgarten 1884 322ᵇ;
komm, heiliger geist!
mit 'r schüszl voll fleisch,
mit 'r schüszl voll nocken,
lasz mi â (auch) derzue hocken.
Fromm. 3, 516 (sprüche aus dem tirol. Etschlande);
hennebergisch nocke, brocken, klöszchen. Spiesz 174; deminutiv nockelein. Castelli 209; Michele, willstu nockelen essen? Zingerle sagen 80; nockerl Schwabe tintenf. 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 877, Z. 62.

nocken, nocker

nocken, nocker
s.nücken, nücker.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1884), Bd. VII (1889), Sp. 878, Z. 6.

nücken, nucken, nocken, verb.

nücken, nucken, nocken verb
1)
mhd. nücken, md. nücken, eine nickende kopfbewegung machen (s. nicken 3):
strûchen unde nücken
begonde sêre sîn ravît.
H. v. Freiberg Tristan 6110;
mnd. nucken, trotzig mit dem haupte nicken: unde gingen unde nuckeden unde draweden. städtechron. 16, 343, 9; nd. nucken, auf einen als thäter hindeuten Schambach 146ᵇ.
2)
nd. nucken was entnucken (theil 3, 576), mit dem kopfe nickend einschlummern (vgl. nicken 3, b, β), übertragen:
nû sul wir hî vorzuckin
dî rede lâʒin nuckin (einschlafen lassen).
Jeroschin 5734;
oberdeutsch nucken Stalder 2, 245. Seiler (nuke, nüke) 224ᵇ. Hintner Deferegger mundart 174; salzb. nücken Schm.² 1, 1724; appenz. nocka Tobler 335ᵃ; tirol. nocken, halbschlummernd beten (s.nock f. sp. 877) Schöpf 471.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 974, Z. 64.

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