Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

obenein, adv.

obenein, adv.
dasselbe (s. ein adv.); besonders norddeutsch Frisch 2, 26ᵃ:
sie (mein pferd) sagt dir ferner, wiehert es obenein:
mit goldner buckel sei, dir zu ehren, ihr
der zaum geschmückt.
Klopstock 2, 33;
das dreizehnte (exemplar) gratis obenein zu versprechen. Lessing 6, 177; wir fanden diesen .. raum keineswegs würdig ausgeziert, sondern noch obenein mit balken .. verunstaltet. Göthe 24, 28; man ward noch obenein ausgelacht. 233; obenein hat er mir noch einen eid geschworen. Lenz 2, 195; nicht wahr ihr sucht unsern jungen herrn, dasz er euch sein geld anhängen soll und ihr ihn obenein noch zum narren haltet. dram. nachl. 84 Weinhold;
allein der lohn für meine treflichkeit
ist hungersnot ...,
ist obenein der schwachen seelen tadel.
Bürger (1778) 199;
gehorchen will schon niemand gern,
und noch dem dummkopf oben ein!
Gökingk 1, 34;
A. und eh ich noch den lauf des tags beginne,
renkt unser herrgott mir den fusz schon aus.
L. und wol den linken obenein?
H. v. Kleist 3, 97 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1071, Z. 80.

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Zitationshilfe
„obenein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/obenein>, abgerufen am 27.05.2020.

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